• „Die Ökonomie ist hocheffektiv, aber nur bedingt effizient!“

    „Die Ökonomie ist hocheffektiv, aber nur bedingt effizient!“

Märkte benötigen klare Eigentumsformate. Aber diese strenge Bedingung ist nicht immer eindeutig; das wird z.B. in der digital economy unklar. Beim Such- und Kaufverhalten im Internet (e-commerce) werden Daten generiert, über die die Nutzer nicht verfügen, die aber in ihrer Menge und Auswertung von den Big-Data-Unternehmen für die unmittelbare Analyse von weiteren Kaufoptionen verwertet werden.

Wem gehören Informationen?

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Niemand kann es noch hören: der VW-Skandal. Er quält sich durch die Medien. Jede Woche kommen neue Details, die nichts klären. Natürlich will man bei VW warten, bis sich die Sache totgelaufen hat. Letztlich wäre der Abgas-Betrug ein „technisches Problem“, wie man sich das im Ingenieurs-Konzern zurechtlegt. Immerhin gibt die Automotorelite damit zu, den Dieselmotor letztlich technisch nicht bewältigt zu haben.[1] Ungeheuerlicher ist der legere Umgang mit dem ökologischen Thema, das mit dem Thema „green Diesel“ ja eine optimale Lösung anbieten wollte. VW – aber auch die anderen Automobilfirmen, die denselben Betrug inszeniert haben, wie sich nach und nach herausstellt – nehmen das Klimathema nicht ernst. Sie sind keine verantwortungsvollen Player; die Politik im Nachgang der Pariser-Klimakonferenz kann mit diesen Konzernen nicht ernsthaft rechnen. Jedenfalls nicht in der bisher ersichtlichen Kommunikation. Nicht nur der Motor hat versagt, sondern die Geschäftsstrategie. Es scheint so, als ob Kunden und Politik den Konzernen gleichgültig sind. VW und kein Ende …. Statt Ethik Strafanzeigen

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Das slawische Wort robota bedeutet Zwangsarbeit. Die lustigen Maschinchen, die uns heute als Roboter vorgeführt werden, kleine Bälle werfen, Teetassen servieren etc., scheinen eher stressfrei tätig zu sein. Ich beobachte bei Freunden den automatischen Rasenmäher, der brav seine Bahnen zieht, sich periodisch entleert und zum Ende an seinen Akku fährt. Man hat schiere Lust, ihm ein Bein zu stellen, aber er wendet und fährt um uns herum, stoisch & zufrieden mit sich. Es sind stille Diener, die in programmierter Gelassenheit ihre Arbeit verrichten. Diese Roboter empören sich nicht, leiden nicht und arbeiten unermüdlich (solange die Energiefrage geklärt ist). Sie erscheinen mir wie buddhistisch meditierende Maschinen. Dass ihre Gedanken einzig in ihrem Programm zirkulieren, hält sie auf Distanz, sie sind kontaktscheu und auf Friedfertigkeit eingerichtet.

Wenn Roboter intelligent würden …

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Hat jemand Geld, kann er es ausgeben, auf einem Konto anlegen oder investieren. Wer viel Geld hat, wird es investieren. Wer eine Briefkastenfirma in Panama hat, will es vor jemandem verstecken. Es gibt lautere und weniger lautere Motive. Die Mafia muss ihr Geld waschen, ebenso die Drogen- und Waffenhändler. Manche Reiche mögen nicht, dass andere wissen, dass sie reich sind, vor allem nicht, wieviel Reichtum sie haben. Das ist verständlich, wenn man nicht entführt werden will. Wer sein Geld lediglich intransparent halten wollte, könnte es aber, bevor er es nach Panama überweist, ordentlich versteuern (außer man hat die Befürchtung, dass die Finanzämter mit möglichen Entführer zusammenarbeiten). Wer in Panama einen Briefkasten hat, soll auch dort wohnen müssen

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Was übrigens sind Supermärkte? Selbstbedienungsläden. Für uns ist diese Einkaufsform so selbstverständlich geworden, dass wir nicht mehr erinnern, dass sie erst in den 50iger Jahren des vorherigen Jahrhunderts allmählich eingeführt wurden. Die alte Handelsform, in der Verkäufer Kunden persönlich etwas verkaufen, wurde allmählich dadurch verdrängt, dass Kunden die Waren selber besichtigen und wählen. „Sie wurden nicht mehr begrüßt und nicht mehr bedrängt. … Dafür sind in der Welt der Selbstbedienung … die Preise nicht mehr verhandelbar, vom Anschreibenlassen ganz zu schweigen“ (Kaube 2014). Der Kunde, so „auf Distanz gebracht …, um Personal zu sparen“, wird seitdem „mittels Werbung, Wegelenkung und Marktforschung bearbeitet“ (dito). Konsum und Kunden haben sich verändert: eine andere Konsumkultur, in der der Kunde ‚König’ ist, indem er den Kaufakt beherrscht und zugleich allein gelassenes „Teil der einsamen Masse“ (Kaube 2014) ist, das der Warenfülle eher (kognitiv) hilflos gegenübersteht. Dass in diese Differenz hinein geworben werden muß (weil niemand mehr direkt verkauft), ist das Substitut der Beratung und Überredung peer to peer. Die Werbung wird zum notwendigen Medium der geänderten Kaufkultur; sie ist anonyme Ansprache. Der Handel braucht eine Medienmaschine (deren Exekution an Expertenagenturen ausgelagert wird).

The next future: e-commerce

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Die Ökonomie des Teilens – share economy -, die wir heutzutage erörtern (vgl. Bardhi / Eckhardt 2012: Rifkin 2014a + b), beruht auf einer Änderung der Haltung zum Eigentum. Statt z.B. ein eigenes Auto zu besitzen, teilt man es sich mit anderen (car-sharing). Es geht um Verfügbarkeit (acess), nicht um Eigentum. Es reicht, bestimmte Güter auf Zeit in Besitz zu übernehmen, statt sie selber als Eigentum zu kaufen.

share economy: mehr Markt als Gemeinschaft

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Das slawische Wort robota bedeutet Zwangsarbeit. Die lustigen Maschinchen, die uns heute als Roboter vorgeführt werden, scheinen eher stressfrei tätig zu sein. Ich beobachte bei Freunden den automatischen Rasenmäher, der brav seine Bahnen zieht, sich periodisch entleert und zum Ende an seinen Akku fährt. Man hat schiere Lust, ihm ein Bein zu stellen, aber er wendet und fährt um uns herum, stoisch & zufrieden mit sich. Es sind stille Diener, die in programmierter Gelassenheit ihre Arbeit verrichten. Sie empören sich nicht, leiden nicht und arbeiten unermüdlich (solange die Energiefrage geklärt ist). Sie erscheinen mir wie zen-buddhistisch meditierende Maschinen. Dass ihre Gedanken einzig in ihrem Programm zirkulieren, hält sie auf Distanz, sie sind kontaktscheu und auf Friedfertigkeit eingerichtet. Sind Roboter überhaupt bedeutsam? Haben wir es nicht mit weitaus größeren technologischen Räumen zu tun?

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Das, was wir für trivial halten, ist hohe Zeremonie: das Einkaufen. Wir opfern unser Geld, bekommen aber unmittelbar Kompensation: als ob wir für die Gabe (der Zahlung) um so reichlicher beschenkt werden mit dem Glück des Nutzens (den manche Ökonomen bereits als Glück pur identifizieren). Wir aber kalkulieren weniger einen Nutzen (gar noch rational), sondern lassen uns ‚beschenken’. Dafür, daß uns etwas überrascht und als ‚wunderbar’ erscheint, sind wir dem Anbieter dankbar. Und zahlen seinen Preis (ohne zu fragen, ob es das wert ist).

Einkauf als Ritual

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